Unsere Zukunft ist nicht verhandelbar

Fridays For Future streikt während Koalitionsverhandlungen in Münster und Berlin

Am morgi­gen Fre­itag, den 22. Okto­ber 2021, find­et in Berlin der näch­ste glob­ale Kli­mas­treik von Fri­days for Future unter dem Mot­to #IhrLasstUnsKeineWahl statt. Dieser ist Teil der Aktion­stage „Gerechtigkeit jet­zt“. Auch aus Mün­ster reist eine Gruppe Unterstützer*innen nach Berlin. Start der Demon­stra­tion in Berlin ist 12.00 Uhr vor dem Bran­den­burg­er Tor. Gle­ichzeit­ig find­et in Mün­ster eine Sol­i­dar­ität­skundge­bung statt. Der Demon­stra­tionszug wird um 15.00 Uhr am Haupt­bahn­hof begin­nen und an den Mün­ster­an­er Parteizen­tralen von SPD, Grü­nen, CDU und FDP ent­lang zum LWL-Muse­um führen.

„Nach Abschluss der Sondierungs­ge­spräche in der ver­gan­genen Woche und der mit­tler­weile erfol­gten Zus­tim­mung aller beteiligten Parteien zur Auf­nahme von Koali­tionsver­hand­lun­gen ist lei­der klar: Es wird weit­er­hin den Druck von der Straße brauchen, um die ver­ant­wortlichen Politiker*innen zum Ergreifen der für eine echte Klim­agerechtigkeit­spoli­tik erforder­lichen Maß­nah­men zu ermuti­gen.“, erläutert Vin­cent Heitzer von der Orts­gruppe Mün­ster von Fri­days for Future.

„Prob­lema­tis­ch­er als das, was im Sondierungspa­pi­er ste­ht, ist das, was dort eben nicht zu find­en ist: Eine Poli­tik, die sich ern­sthaft und umfassend an dem für Deutsch­land zur Ein­hal­tung der Ziele von Paris verbleiben­den CO2-Rest­bud­get ori­en­tiert. Es fehlt ins­beson­dere an einem verbindlichen Kohleausstieg bis 2030, dem Ausstieg aus dem eben­falls fos­silen Energi­eträger Erdgas, ein­er umfassenden Mobil­itätswende und der tat­säch­lichen Berück­sich­ti­gung der glob­alen Ver­ant­wor­tung Deutsch­lands zur weltweit­en Zusam­me­nar­beit zur Reduzierung von Treib­haus­gasen.“, ergänzt Stef­fen Lam­brecht, der sich eben­falls bei FFF Mün­ster engagiert.

Car­la Bardehle schließt an: „Unsere Zukun­ft ist nicht ver­han­del­bar! Das Sondierungspa­pi­er zeigt jedoch, dass der Kli­makrise noch immer nicht die Bedeu­tung und Dringlichkeit eingeräumt wird, die nötig ist. Es gilt, in den Koali­tionsver­hand­lun­gen hier drin­gend und umfassend nachzu­ver­han­deln, um Deutsch­land auf den 1,5°C‑Pfad zu brin­gen. Noch ist es nicht zu spät. Wir bleiben laut, denn es geht um unser aller Zukun­ft! Schließt Euch uns an, mor­gen 15.00 Uhr am Hauptbahnhof.“

Vor Klimakonferenz: Globaler Klimastreik am 22. Oktober

Bere­its wenige Wochen nach­dem deutsch­landweit am 24. Sep­tem­ber rund 620.000 Men­schen mit Fri­days for Future auf die Straße gegan­gen sind, um gemein­sam für effek­tiv­en Kli­maschutz und echte Klim­agerechtigkeit zu demon­stri­eren, ste­ht am 22. Okto­ber 2021 bere­its der näch­ste glob­ale Streik­ter­min an.

Zugle­ich begin­nt am 31. Okto­ber 2021 in Glas­gow die UN-Kli­makon­ferenz 2021 (COP26). Diese grund­sät­zlich jährlich stat­tfind­ende Kon­ferenz dient der inter­na­tionalen Koor­di­na­tion von Kli­maschutzbe­mühun­gen. Marek Blanke, Mitor­gan­isator der Bewe­gung in Mün­ster, macht deut­lich: “Rund sechs Jahre nach dem Paris Agree­ment ist allerd­ings noch viel zu wenig geschehen. Wir müssen beobacht­en, dass die Pläne, die viele Staat­en seit­dem vorgestellt haben, oft­mals längst nicht aus­re­ichen, um die glob­ale Erwär­mung auf 1,5°C zu begren­zen.” Zu diesem Ergeb­nis kam etwa zu Beginn des Jahres auch das UN-Klimasekretariat. 

Zwar hat die Bun­desre­pub­lik Deutsch­land nach dem Urteil des Bun­desver­fas­sungs­gerichts im April 2021, mit dem das bish­erige Kli­maschutzge­setz für teil­weise ver­fas­sungswidrig erk­lärt wurde, mit einem über­ar­beit­eten Kli­maschutzge­setz nachgebessert. Aber auch dieses Gesetz genügt nicht, um das 1,5°C‑Ziel einzuhal­ten.”, so Marek Blanke weiter.

Bloße Beken­nt­nisse zum 1,5°C‑Ziel genü­gen nicht. Den Worten müssen endlich konkrete Tat­en fol­gen”, fordert Vin­cent Heitzer, der eben­falls bei FFF Mün­ster aktiv ist. “Die Her­aus­forderun­gen, die hier auf die kom­mende Bun­desregierung zukom­men, sind zweifels­frei beachtlich. Sie sind aber mach­bar und sie sind fak­tisch alter­na­tiv­los. Die neue Bun­desregierung muss endlich ein Kli­maschutzge­setz erlassen, das Deutsch­land auf den 1,5°C‑Weg bringt. Zugle­ich muss sie sich auf europäis­ch­er und inter­na­tionaler Ebene dafür ein­set­zen, dass diejeni­gen Maß­nah­men ergrif­f­en wer­den, die notwendig sind, um die glob­ale Erwär­mung auf 1,5°C zu begren­zen. Son­st dro­ht weltweit etwa die weit­ere Zunahme von Extremwet­ter­ereignis­sen und Über­schwem­mungen, Hitzewellen und Dür­ren — mit drama­tis­chen Fol­gen für heutige und kün­ftige Generationen.” 

Fri­days for Future Mün­ster ruft zur zen­tralen Kundge­bung in Berlin am 22.10.2021 auf, die um 12 Uhr vor dem Bundeskanzler*innenamt begin­nen wird. Gle­ichzeit­ig wird eine Sol­i­dar­ität­skundge­bung in Mün­ster stat­tfind­en. Diese begin­nt um 15.00 Uhr am Hauptbahnhof.

Über 1.000 Menschen — Zwei Demos – Ein Appell

Fridays for Future Auftakt vor der Bundestagswahl

Um 14 Uhr startete am heuti­gen Fre­itag, den 25.06.2021 unser zweit­er Kli­mas­treik in diesem Jahr. Über 1.000 Men­schen beteiligten sich unter dem Mot­to „Kli­maschutz ist Men­schen­recht“ an der Demo. Mit zwei Demon­stra­tionszü­gen, ein­er Laufde­mo und ein­er Fahrrad­de­mo, zogen wir gemein­sam durch die Stadt. Zur Abschlusskundge­bung mit Reden, Slam Poet­ry und Msik u.a. von der Mün­ster­an­er Pop-Rock-Band Red Ivy war der Schloss­platz voll.

Jet­zt haben wir noch die Möglichkeit die Zukun­ft frei zu gestal­ten und drama­tis­che Kli­makatas­tro­phen abzuwen­den. Je länger wir warten, desto weniger Möglichkeit­en zum Han­deln haben wir. Wir alle, jed­er und jede Einzelne von uns, müssen deshalb anfan­gen unsere Grun­drechte auch für die Zukun­ft einzufordern.“

Aus der Rede von Lara Zoske, Aktivistin von Fri­days for Future Mün­ster, bei der Abschlusskundge­bung am Schloss.

Wir gehen auf die Straße für eine klim­agerechte Welt, dafür, dass inter­diszi­plinäre wis­senschaftliche Erken­nt­nisse endlich in Han­deln über­set­zt wer­den! Wir erin­nern Regierun­gen und Unternehmen daran, dass sie einen Plan für 1,5 Grad brauchen, um das Paris­er Kli­maabkom­men einzuhalten.“

Timo Kei­th, Mit­glied bei Fri­days for Future Münster.

Mit­tel­fristig gefährdet die Kli­makrise alle Men­schen­rechte auf der ganzen Welt. Zuerst lei­den die bere­its jet­zt glob­al mar­gin­al­isierten und mehrfach diskri­m­inierten Men­schen unter den Fol­gen der Kli­makrise. Diese Kli­mafol­gen kön­nen wir schon heute beobacht­en. Ein Ver­sagen im Kampf gegen den Kli­mawan­del ist eine Form von Diskri­m­inierung und stellt damit selb­st eine weitre­ichende Men­schen­rechtsver­let­zung dar.“

Aus der Rede von Julia Bökel­mann von Amnesty Inter­na­tion­al Mün­ster beim Klimastreik

Wir bedanken uns bei allen Demon­stri­eren­den und rufen alle Men­schen dazu auf, mit auf die Straße zu gehen. Jede einzelne Per­son kann durch Protest und/oder Wahlentschei­dun­gen etwas bewirken. Unser Druck auf der Straße ist essen­tiell, um eine gerechte Poli­tik zu erkämpfen.

Wir machen wieder jeden Fre­itag Aktio­nen. Bei der Mah­nwache am 02.07.2021 von 14 bis 16 Uhr am Rathaus verkün­den wir den Ter­min für den inter­na­tionalen Kli­mas­treik im Sep­tem­ber vor der Bun­destagswahl. Außer­dem kön­nt ihr euch unser neues Mobi­ma­te­r­i­al (Plakate, Fly­er und Stick­er) mit­nehmen. Für den deutsch­landweit­en Zen­tral­streik am 13.08.2021 in Frank­furt am Main pla­nen wir eine gemein­same Anfahrt — hal­tet euch den Ter­min frei. Ein großer Kli­mas­treik vor der Bun­destag­wahl im Sep­tem­ber, bei dem wir „Gemein­sam für’s Kli­ma“ auf die Straße gehen wer­den, ist schon jet­zt in Vorbereitung.

Mahnwache mit Greenpeace für Klimagerechtigkeit und Abrüstung

Am Woch­enende (19./20.06.21) hält das Green­peace-Schiff Bel­u­ga II im Rah­men ein­er bun­desweit­en Fluss­tour im Hafen von Mün­ster, um über deutsche Waf­fen­ex­porte zu informieren. Im Rah­men der wöchentlichen Fre­itags-Mah­nwache am 18.06.21 von 14 bis 16 Uhr vor dem Rathaus wer­den wir gemein­sam mit Green­peace Mün­ster für Abrüs­tung demonstrieren.

Sowohl Waf­fen­ex­porte und als auch CO2-Emis­sio­nen der reichen Län­der führen dazu, dass viele Gebi­ete der Welt unbe­wohn­bar wer­den. Für die glob­ale Gerechtigkeit fordern wir, dass bei­des gestoppt wird. Damit auch die Men­schen in Kriegs- und Krisen­ge­bi­eten und in den von der Kli­makrise beson­ders betrof­fe­nen Gebi­eten in ein­er friedlichen und ökol­o­gisch intak­ten Welt leben können.“

Swin­da Langes­traß, Organ­isatorin bei Fri­days for Future Münster

Neben Rede­beiträ­gen, Musik und Infor­ma­tion wer­den wir bei der Mah­nwache auch Plakate und Stick­er für den kom­menden Kli­mas­treik verteilen. Es ist die let­zte Mah­nwache, bevor am Fre­itag, den 25. Juni 2021 unser großer Kli­mas­treik stat­tfind­et, für den zwei Demon­stra­tionszüge geplant sind: Eine Laufde­mo vom Prinzi­pal­markt durch die Innen­stadt zum Schloss­platz sowie eine Fahrrad­de­mo mit Start und Ziel Schloss­platz. Bei­de Demon­stra­tionszüge starten um 14 Uhr und enden mit ein­er gemein­samen Abschlusskundge­bung am Schloss­platz. Teil­nehmende soll­ten darauf acht­en, 1,5m Abstand zu anderen Teil­nehmenden einzuhal­ten und müssen einen Mund-Nasen-Schutz tra­gen. Der Kli­mas­treik ste­ht unter dem Mot­to “Kli­maschutz ist Men­schen­recht” — angelehnt an die Urteile ver­schieden­er Gerichte, mit welchen Unternehmen und Regierun­gen zu mehr Kli­maschutz verpflichtet werden.

Außer­dem kön­nen sich Streik­ende und Umweltaktivist*innen schon jet­zt auf einen weit­eren großen Kli­mas­treik in Mün­ster kurz vor der Bun­destagswahl freuen. Weit­ere Infor­ma­tio­nen folgen.

Umweltpreis für 25.000 Klimastreikende

Wir feiern unsere Erfolge und kündi­gen weit­ere gemein­same Streiks an

Wir freuen uns als gesamte For-Future-Fam­i­lie über die Ausze­ich­nung mit dem Umwelt­preis der Stadt Mün­ster und bedanken uns bei allen Unterstützer*innen und Mit­streik­enden. Wir grat­ulieren auch den anderen Preisträger*innen.

Der Umwelt­preis geht nicht allein an Fri­days for Future Mün­ster, son­dern auch an die Orts­grup­pen von Par­ents, Sci­en­tists, Stu­dents, Chris­tians, Archi­tects, Psy­chol­o­gists, Singing, Health, Design­ers, Teach­ers und Togeth­er for Future, die alle ein Teil der For-Future-Fam­i­lie sind. Und der Preis gilt auch allen, die in den ver­gan­genen zweiein­halb Jahren mit uns auf die Straße gegan­gen sind, unter anderem den 25.000 beim Kli­mas­treik im Sep­tem­ber 2019. Ohne die gesamte For-Future-Fam­i­lie und Mit­streik­enden wären wir nicht, wo wir heute sind!”

Swin­da Lan­gen­straß, Organ­isatorin in der For-Future-Familie

Der Umwelt­preis ist eine Anerken­nung für das, was die gesamte For-Future-Fam­i­lie gemein­sam geleis­tet hat: Für die größte Demon­stra­tion der Stadt­geschichte und für die unver­gle­ich­liche Sen­si­bil­isierung für die Kli­makrise. Der Umwelt­preis hon­ori­ert eben­falls, dass wir ent­ge­gen großer Empörung mit dem Schul­streiken ange­fan­gen haben und bei den großen Kli­mas­treiks heute ein bunter Mix aus der ganzen Gesellschaft teil­nimmt. Ohne die Streiks wären auch klimapoli­tis­che Fortschritte wie der Beschluss zur Kli­ma­neu­tral­ität bis 2030 in Mün­ster oder das Urteil des Bun­desver­fas­sungs­gerichts zum Kli­maschutzge­setz nicht vorstell­bar gewesen.

Trotz Kli­man­ot­stän­den, Ausze­ich­nun­gen wie dieser und teils 1,5°-konformen Kli­mazie­len ist die Men­schheit von der Ein­hal­tung des demokratisch beschlosse­nen Paris­er Kli­maabkom­mens immer noch weit entfernt.

Deshalb streiken wir gemein­sam weit­er und rufen zum Kli­mas­treik am 25.06. sowie im Sep­tem­ber vor der Bun­destagswahl auf. Sowohl in Rathäusern, in Unternehmen und in Regierun­gen muss endlich gehan­delt wer­den. Es ist bekan­nt, dass wir han­deln müssen. Es ist bekan­nt, wie wir das 1,5°-Ziel ein­hal­ten kön­nten. Aber uns ist auch bekan­nt, dass bish­er keine Partei ein 1,5°-konformes Wahl­pro­gramm hat!”

Matil­da Kohnen, Aktivistin bei Fri­days for Future Münster.

Wir wer­den weit­er­hin für eine gerechte 1,5°-Politik auf die Straße gehen, Druck auf Politiker*innen ausüben, fordern, dass Mün­ster bis 2030 und Deutsch­land bis 2035 kli­ma­neu­tral wer­den und dass entsprechende Maß­nah­men umge­set­zt wer­den. Wir wer­den weit­er­hin fordern, was wis­senschaftlich fundiert ist und uns sol­i­darisch hin­ter die Men­schen stellen, die schon heute am meis­ten von der Kli­makrise betrof­fen sind.”

Timo Kei­th, Aktivist bei Fri­days for Future Münster.

Mit dem Preis­geld wer­den wir weit­ere Kli­mas­treiks (bspw. Plakate, Fly­er und Bühne) finanzieren und weit­ere Pro­jek­te für eine lebenswerte und klim­agerechte Welt umsetzen.

Die näch­sten Ver­anstal­tun­gen in der For-Future-Fam­i­lie sind:

Klimaschutz ist Menschenrecht — Klimastreik am 25. Juni

Nach über 2 Jahren Kli­mas­treiks häufen sich nun Gericht­surteile zugun­sten von Klimakläger*innen: Das Bun­desver­fas­sungs­gericht verpflichtete die Bun­desregierung zur Nachbesserung des Kli­maschutzge­set­zes, ein Gericht in Den Haag den Ölkonz­ern Shell zu erhöht­en Kli­mazie­len, und die Regierung des Kohle­ex­port­lands Aus­tralien wurde dazu verpflichtet, die Men­schen vor Kli­maschä­den zu schützen. Über 1.500 weit­ere Kli­mak­la­gen sind weltweit anhängig.

Wir sehen, dass bish­er zu wenig passiert ist. Jet­zt müssen sog­ar schon Gerichte die Regierun­gen und Unternehmen zu aus­re­ichen­dem Kli­maschutz verpflicht­en! Die Urteile bestärken unsere Forderun­gen nach Klimagerechtigkeit!”

Marek Blanke von Fri­days for Future Münster

Klim­agerechtigkeit gibt es nur, wenn wir es schaf­fen, das in Paris vere­in­barte 1,5‑Grad-Ziel einzuhal­ten. Dazu müssen heute die Weichen in Unternehmen, Rathäusern und Regierun­gen für ein schnelles Ende des fos­silen Zeital­ters gestellt werden!”

Lara Zoske von Fri­days for Future Münster

Deshalb find­et der näch­ste Kli­mas­treik in Mün­ster am 25. Juni 2021 statt. Für Klim­agerechtigkeit und das Men­schen­recht auf Kli­maschutz geht Fri­days for Future drei Monate vor der Bun­destagswahl auf die Straße und zeigt, dass sie genau hin­schauen. Deutsch­land muss inner­halb der näch­sten 15 Jahre kli­ma­neu­tral wer­den, um die Erder­hitzung möglichst auf 1,5 Grad zu begren­zen und in Mün­ster muss dazu der Beschluss zur Kli­ma­neu­tral­ität bis 2030 umge­set­zt werden.

Der Kli­mas­treik am 25.06. begin­nt um 14 Uhr. Fri­days for Future Mün­ster lädt alle Men­schen aus Mün­ster und dem Umland, egal ob groß oder klein, jung oder alt, zum Kli­mas­treik ein. Geplant sind zwei Demon­stra­tionszüge: Eine Laufde­mo vom Prinzi­pal­markt durch die Innen­stadt zum Schloss­platz sowie eine Fahrrad­de­mo mit Start und Ziel Schloss­platz. Bei­de Demos starten um 14 Uhr und enden mit ein­er gemein­samen Abschlusskundge­bung am Schloss­platz. Teil­nehmende soll­ten darauf acht­en, 1,5m Abstand zu anderen Teil­nehmenden einzuhal­ten und müssen einen Mund-Nasen-Schutz tragen.

Wir gehen für Klim­agerechtigkeit auf die Straße. Ein­er­seits muss heute mehr getan wer­den, um uns als jün­gere Gen­er­a­tio­nen vor den Fol­gen der Kli­makrise zu schützen. Aber wir schließen uns auch dem Kampf der schon heute am meis­ten von der Kli­makrise betrof­fene Men­schen für eine klim­agerechte Zukun­ft an. Gemein­sam fordern wir eine lebenswerte, gerechte Welt, in der kein Men­sch auf Grund von zum Beispiel Herkun­ft, Geschlecht oder Reli­gion Ungerechtigkeit erfährt.”

Mar­lena Grab zur Moti­va­tion von Fri­days for Future

Außer­dem kön­nen sich Streik­ende und Umweltaktivist*innen schon jet­zt auf einen weit­eren großen Kli­mas­treik in Mün­ster kurz vor der Bun­destagswahl freuen. Weit­ere Infor­ma­tio­nen folgen.

Mahnwache und Fahrraddemo von Fridays for Future Münster

Die Bun­destagswahl 2021 soll vor allem eines wer­den: eine Kli­ma-Wahl. Aus diesem Grund und angesichts der sich immer weit­er ver­schär­fend­en glob­alen Krisen streiken wir als Fri­days for Future Mün­ster jet­zt wieder regelmäßig jeden Fre­itag, in der Regel um 14 Uhr vor dem His­torischen Rathaus Münster.”

Judith Hölsch­er, Mitor­gan­isatorin von FFF

Diesen Fre­itag, den 28.05.2021, find­et um 14 Uhr eine Fahrrad-Demo statt. Tre­ff­punkt ist das His­torische Rathaus Mün­ster. Dann geht es über den Bült, die Bahn­hof­s­traße und den Ludgerikreisel zum Schlossplatz.

Dass wir immer noch streiken müssen, liegt an der unzure­ichen­den Klimapoli­tik der Regierun­gen. Wir möcht­en alle daran erin­nern, dass Deutsch­land einen 1,5°-Plan braucht. Das wollen wir durch unseren Druck von der Straße erreichen.”

Lukas Mörchen, FFF-Aktivist und Ver­samm­lungsleit­er der Aktion am Freitag


Außer­dem ruft Fri­days for Future Mün­ster als Teil des Kli­maalarm-Bünd­niss­es zur Demon­stra­tion am Fre­itag, den 11. Juni auf. Um 16 Uhr begin­nt die Fahrrad­de­mo für eine gerechte Mobil­itätswende am Schloss.

Flyover passt nicht zur Verkehrswende

Fri­days for Future Mün­ster sieht im soge­nan­nten “Fly­over Aegidi­itor”, über den in den näch­sten Wochen in den poli­tis­chen Gremien Mün­sters entsch­ieden wer­den soll, ein völ­lig aus der Zeit gefal­l­enes Pro­jekt. Es diene in erster Lin­ie dem schnelleren Vorankom­men des darunter fließen­den Autoverkehrs. Mit der Ver­legung der Bun­desstraße, der geplanten Umgestal­tung der Aegidi­is­traße zur Fahrrad­straße und der bald angren­zen­den min­destens autoar­men, bess­er aut­ofreien Alt­stadt wird das Aegidi­itor ohne­hin abse­hbar nicht mehr eine riesige sieben­spurige Asphaltschneise sein wie heute.

Teure ‘Leucht­turm­pro­jek­te’, die Autoverkehr und Stadt­mar­ket­ing mehr nützen als dem Rad­verkehr gehen in die falsche Rich­tung. Wir müssen in den näch­sten Jahren zahllose Straßen umgestal­ten, um die Stadt lebenswert­er zu machen und den Autoverkehr zurückzudrängen”

Stef­fen Lam­brecht von Fri­days for Future Münster

Die Gelder und Pla­nungska­paz­itäten für den Bau und die Instand­hal­tung kön­nten hier weitaus sin­nvoller einge­set­zt werden.

Wir erwarten von der Ratskoali­tion, die angestrebte Verkehr­swende von vorn­here­in mitzudenken.”

Fri­days for Future-Aktivistin Lara Zoske.

Wir streiken seit mehr als 2 Jahren für eine klim­agerechte Poli­tik, zu der auch eine echte Verkehr­swende gehört. Auch in den näch­sten Wochen wer­den wir weit­er auf die Straße gehen und kämpfen, um dem Rat der Stadt Mün­ster und allen demokratis­chen Parteien klar zu machen, dass Klim­agerechtigkeit das aktuell wichtig­ste The­ma ist!”

Lukas Mörchen, Fri­days for Future-Aktivist

PM: Kompromisse und leere Versprechen: Die Bilanz der Umweltministerin

Mün­ster, 16.03.2021. Die SPD Mün­ster hat Sven­ja Schulze als Kan­di­datin im Bun­destagswahlkreis 129 Mün­ster aufgestellt. Sie ist seit 2018 Bun­desmin­is­terin für Umwelt, Naturschutz und nuk­leare Sicher­heit im Kabi­nett von Bun­deskan­z­lerin Merkel und außer­dem im Parteivor­stand der Sozialdemokrat*innen.

Wie fällt die klimapolitische Bilanz der Umweltministerin aus?

In Ihrer Amt­szeit als Umwelt­min­is­terin war Sven­ja Schulze unter anderem beteiligt oder mitver­ant­wortlich für das Klimapäckchen, den Kohlekom­pro­miss, das neue EU-Kli­maziel, die Ein­führung eines CO2-Preis­es, die Nov­el­lierung des EEG, Laufzeitver­längerun­gen für schmutzige Kohlekraftwerke, die Block­ade der Agrar­wende,  die bedin­gungslose Ret­tung der Lufthansa und nicht sink­ende Verkehrsemissionen.

Sie wehrt sich immer wieder gegen die Fes­tle­gung von verbindlichen CO2-Bud­gets zur Ein­hal­tung des Paris­er Kli­maabkom­mens. Die Umwelt­min­is­terin freute sich über den völ­lig unzure­ichen­den Kohlekom­pro­miss. Mit der aktuellen Vorstel­lung der deutschen Klima­bi­lanz feiert sie den Coro­na-Effekt zur Ein­hal­tung des Kli­maziels 2020 als Erfolg ihrer Poli­tik, was vielmehr die leere Ihrer klimapoli­tis­chen Ver­sprechen unter­stre­icht. Sie schaffte es nicht, Sub­ven­tio­nen für fos­sile Tech­nolo­gien abzubauen. Außer­dem vertei­digt sie weit­er­hin das Ziel “Kli­ma­neu­tral­ität bis 2050”, welch­es nicht vere­in­bar mit dem Paris­er Kli­maabkom­men ist. Dieses Ziel ste­ht nun auch im Wahl­pro­gramm der SPD, welch­es Sie als Mit­glied des Parteivor­stands beschlossen hat. Einige der genan­nten Maß­nah­men fall­en zwar in den Auf­gaben­bere­ich ander­er Min­is­te­rien. Augen­schein­lich kon­nte Schulze eine ambi­tion­iert­ere, geschweige denn eine aus­re­ichende Klimapoli­tik nicht durchsetzen.

Sven­ja Schulze nen­nt immer wieder ökonomis­che und soziale Sachzwänge, weshalb Kom­pro­misse zu Las­ten von Kli­ma und Umwelt gemacht wer­den wüssen. Sie hat es nicht geschafft, die Ein­hal­tung des demokratisch beschlosse­nen Paris­er Kli­maabkom­mens als eine unver­han­del­bare Grund­lage für poli­tis­ches Han­deln zu etablieren”, urteilt Sophia Kegel, Aktivistin bei Fri­days For Future.

Kegel resümiert: “Mit Ihrer Poli­tik trägt Sven­ja Schulze dazu bei, dass Deutsch­land keinen gerecht­en Beitrag zur Begren­zung der glob­alen Erder­hitzung auf 1,5°C gegenüber vorindus­triellem Niveau leis­tet. Eine klim­agerechte Poli­tik sieht anders aus. Sven­ja Schulze verkör­pert ein ‘Weit­er so’ der unzure­ichen­den deutschen Klimapoli­tik, welche auf leeren Ver­sprechun­gen für die ferne Zukun­ft basiert.”

Gegen leere Ver­sprechen, unzure­ichende Kli­maziele und das ‘weit­er so’ streiken wir am 19.03. mit ein­er Fahrrad­de­mo. Wir brauchen über Partei­gren­zen hin­weg alle für das Ein­hal­ten der 1,5 Grad-Gren­ze!”, schließt Marek Blanke, Mitor­gan­isator des Kli­mas­treiks. Der Kli­mas­treik ste­ht unter den Mot­tos #NoMoreEmp­tyPromis­es und #AlleFür1Komma5. Die Fahrrad­de­mo begin­nt um 14 Uhr am Schloss und führt auch über die B51.

Unsere Pressekon­tak­te erhal­ten Sie auf Anfrage (muenster@fridaysforfuture.de) oder über den Presseverteiler.

PM: FFF Münster: Vorbereitungen auf Fahrraddemo laufen auf Hochtouren

Mün­ster, 16.03.2021. Am Fre­itag ist es soweit, die lange geplante Fahrrad­demon­stra­tion von Fri­days for Future Mün­ster find­et statt. In den let­zten Wochen hat­ten die Aktivist*innen ein Büh­nen­pro­gramm erstellt, eine Route für die Demon­stra­tion erar­beit­et und mobilisiert.

Matil­da Kohnen, Mitor­gan­isatorin bei Fri­days for Future berichtet: „Die let­zten Vor­bere­itun­gen laufen noch, aber dann kann es los­ge­hen. Wir freuen uns auf eine erfol­gre­iche und vor allen Din­gen coro­n­akon­forme Veranstaltung.“ 

Beson­ders wichtig ist uns, dass jede*r sich trotz der Coro­n­a­pan­demie sich­er fühlen kann. Deshalb haben wir uns viele Gedanken gemacht und ein Hygien­ekonzept aus­gear­beit­et, mit dem wir sehr zufrieden sind.“, so Mitor­gan­isator Paul Opper­mann. „Die Kli­makrise wartet nicht, bis die Pan­demie vor­bei ist. Deshalb haben wir einen Weg gefun­den, unseren Protest unter Berück­sich­ti­gung aller Hygien­evorschriften trotz­dem auf die Straße brin­gen zu kön­nen. Ger­ade jet­zt vor der Bun­destagswahl ist es von großer Bedeu­tung, ein starkes Zeichen zu set­zen und zu zeigen, dass wir keine leeren Ver­sprechen mehr akzep­tieren werden.“ 

Die Demon­stra­tion startet um 14 Uhr auf dem Schloss­platz. Nach ein­er Auf­tak­tver­anstal­tung mit mehreren Reden und einem Musi­cact führt die Route ab ca. 14:45 unter anderem über die B51. Nach ein­er Zwis­chenkundge­bung am Ludgerikreisel geht es dann zurück zum Schloss­platz. Dort soll die Ver­anstal­tung um ca. 17 Uhr enden.

Unsere Pressekon­tak­te erhal­ten Sie auf Anfrage (muenster@fridaysforfuture.de) oder über den Presseverteiler.