Vor Klimakonferenz: Globaler Klimastreik am 22. Oktober

Bere­its wenige Wochen nach­dem deutsch­landweit am 24. Sep­tem­ber rund 620.000 Men­schen mit Fri­days for Future auf die Straße gegan­gen sind, um gemein­sam für effek­tiv­en Kli­maschutz und echte Klim­agerechtigkeit zu demon­stri­eren, ste­ht am 22. Okto­ber 2021 bere­its der näch­ste glob­ale Streik­ter­min an.

Zugle­ich begin­nt am 31. Okto­ber 2021 in Glas­gow die UN-Kli­makon­ferenz 2021 (COP26). Diese grund­sät­zlich jährlich stat­tfind­ende Kon­ferenz dient der inter­na­tionalen Koor­di­na­tion von Kli­maschutzbe­mühun­gen. Marek Blanke, Mitor­gan­isator der Bewe­gung in Mün­ster, macht deut­lich: “Rund sechs Jahre nach dem Paris Agree­ment ist allerd­ings noch viel zu wenig geschehen. Wir müssen beobacht­en, dass die Pläne, die viele Staat­en seit­dem vorgestellt haben, oft­mals längst nicht aus­re­ichen, um die glob­ale Erwär­mung auf 1,5°C zu begren­zen.” Zu diesem Ergeb­nis kam etwa zu Beginn des Jahres auch das UN-Klimasekretariat. 

Zwar hat die Bun­desre­pub­lik Deutsch­land nach dem Urteil des Bun­desver­fas­sungs­gerichts im April 2021, mit dem das bish­erige Kli­maschutzge­setz für teil­weise ver­fas­sungswidrig erk­lärt wurde, mit einem über­ar­beit­eten Kli­maschutzge­setz nachgebessert. Aber auch dieses Gesetz genügt nicht, um das 1,5°C‑Ziel einzuhal­ten.”, so Marek Blanke weiter.

Bloße Beken­nt­nisse zum 1,5°C‑Ziel genü­gen nicht. Den Worten müssen endlich konkrete Tat­en fol­gen”, fordert Vin­cent Heitzer, der eben­falls bei FFF Mün­ster aktiv ist. “Die Her­aus­forderun­gen, die hier auf die kom­mende Bun­desregierung zukom­men, sind zweifels­frei beachtlich. Sie sind aber mach­bar und sie sind fak­tisch alter­na­tiv­los. Die neue Bun­desregierung muss endlich ein Kli­maschutzge­setz erlassen, das Deutsch­land auf den 1,5°C‑Weg bringt. Zugle­ich muss sie sich auf europäis­ch­er und inter­na­tionaler Ebene dafür ein­set­zen, dass diejeni­gen Maß­nah­men ergrif­f­en wer­den, die notwendig sind, um die glob­ale Erwär­mung auf 1,5°C zu begren­zen. Son­st dro­ht weltweit etwa die weit­ere Zunahme von Extremwet­ter­ereignis­sen und Über­schwem­mungen, Hitzewellen und Dür­ren — mit drama­tis­chen Fol­gen für heutige und kün­ftige Generationen.” 

Fri­days for Future Mün­ster ruft zur zen­tralen Kundge­bung in Berlin am 22.10.2021 auf, die um 12 Uhr vor dem Bundeskanzler*innenamt begin­nen wird. Gle­ichzeit­ig wird eine Sol­i­dar­ität­skundge­bung in Mün­ster stat­tfind­en. Diese begin­nt um 15.00 Uhr am Hauptbahnhof.

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