Mahnwache mit Greenpeace für Klimagerechtigkeit und Abrüstung

Am Woch­enende (19./20.06.21) hält das Green­peace-Schiff Bel­u­ga II im Rah­men ein­er bun­desweit­en Fluss­tour im Hafen von Mün­ster, um über deutsche Waf­fen­ex­porte zu informieren. Im Rah­men der wöchentlichen Fre­itags-Mah­nwache am 18.06.21 von 14 bis 16 Uhr vor dem Rathaus wer­den wir gemein­sam mit Green­peace Mün­ster für Abrüs­tung demonstrieren.

Sowohl Waf­fen­ex­porte und als auch CO2-Emis­sio­nen der reichen Län­der führen dazu, dass viele Gebi­ete der Welt unbe­wohn­bar wer­den. Für die glob­ale Gerechtigkeit fordern wir, dass bei­des gestoppt wird. Damit auch die Men­schen in Kriegs- und Krisen­ge­bi­eten und in den von der Kli­makrise beson­ders betrof­fe­nen Gebi­eten in ein­er friedlichen und ökol­o­gisch intak­ten Welt leben können.“

Swin­da Langes­traß, Organ­isatorin bei Fri­days for Future Münster

Neben Rede­beiträ­gen, Musik und Infor­ma­tion wer­den wir bei der Mah­nwache auch Plakate und Stick­er für den kom­menden Kli­mas­treik verteilen. Es ist die let­zte Mah­nwache, bevor am Fre­itag, den 25. Juni 2021 unser großer Kli­mas­treik stat­tfind­et, für den zwei Demon­stra­tionszüge geplant sind: Eine Laufde­mo vom Prinzi­pal­markt durch die Innen­stadt zum Schloss­platz sowie eine Fahrrad­de­mo mit Start und Ziel Schloss­platz. Bei­de Demon­stra­tionszüge starten um 14 Uhr und enden mit ein­er gemein­samen Abschlusskundge­bung am Schloss­platz. Teil­nehmende soll­ten darauf acht­en, 1,5m Abstand zu anderen Teil­nehmenden einzuhal­ten und müssen einen Mund-Nasen-Schutz tra­gen. Der Kli­mas­treik ste­ht unter dem Mot­to “Kli­maschutz ist Men­schen­recht” — angelehnt an die Urteile ver­schieden­er Gerichte, mit welchen Unternehmen und Regierun­gen zu mehr Kli­maschutz verpflichtet werden.

Außer­dem kön­nen sich Streik­ende und Umweltaktivist*innen schon jet­zt auf einen weit­eren großen Kli­mas­treik in Mün­ster kurz vor der Bun­destagswahl freuen. Weit­ere Infor­ma­tio­nen folgen.

Umweltpreis für 25.000 Klimastreikende

Wir feiern unsere Erfolge und kündi­gen weit­ere gemein­same Streiks an

Wir freuen uns als gesamte For-Future-Fam­i­lie über die Ausze­ich­nung mit dem Umwelt­preis der Stadt Mün­ster und bedanken uns bei allen Unterstützer*innen und Mit­streik­enden. Wir grat­ulieren auch den anderen Preisträger*innen.

Der Umwelt­preis geht nicht allein an Fri­days for Future Mün­ster, son­dern auch an die Orts­grup­pen von Par­ents, Sci­en­tists, Stu­dents, Chris­tians, Archi­tects, Psy­chol­o­gists, Singing, Health, Design­ers, Teach­ers und Togeth­er for Future, die alle ein Teil der For-Future-Fam­i­lie sind. Und der Preis gilt auch allen, die in den ver­gan­genen zweiein­halb Jahren mit uns auf die Straße gegan­gen sind, unter anderem den 25.000 beim Kli­mas­treik im Sep­tem­ber 2019. Ohne die gesamte For-Future-Fam­i­lie und Mit­streik­enden wären wir nicht, wo wir heute sind!”

Swin­da Lan­gen­straß, Organ­isatorin in der For-Future-Familie

Der Umwelt­preis ist eine Anerken­nung für das, was die gesamte For-Future-Fam­i­lie gemein­sam geleis­tet hat: Für die größte Demon­stra­tion der Stadt­geschichte und für die unver­gle­ich­liche Sen­si­bil­isierung für die Kli­makrise. Der Umwelt­preis hon­ori­ert eben­falls, dass wir ent­ge­gen großer Empörung mit dem Schul­streiken ange­fan­gen haben und bei den großen Kli­mas­treiks heute ein bunter Mix aus der ganzen Gesellschaft teil­nimmt. Ohne die Streiks wären auch klimapoli­tis­che Fortschritte wie der Beschluss zur Kli­ma­neu­tral­ität bis 2030 in Mün­ster oder das Urteil des Bun­desver­fas­sungs­gerichts zum Kli­maschutzge­setz nicht vorstell­bar gewesen.

Trotz Kli­man­ot­stän­den, Ausze­ich­nun­gen wie dieser und teils 1,5°-konformen Kli­mazie­len ist die Men­schheit von der Ein­hal­tung des demokratisch beschlosse­nen Paris­er Kli­maabkom­mens immer noch weit entfernt.

Deshalb streiken wir gemein­sam weit­er und rufen zum Kli­mas­treik am 25.06. sowie im Sep­tem­ber vor der Bun­destagswahl auf. Sowohl in Rathäusern, in Unternehmen und in Regierun­gen muss endlich gehan­delt wer­den. Es ist bekan­nt, dass wir han­deln müssen. Es ist bekan­nt, wie wir das 1,5°-Ziel ein­hal­ten kön­nten. Aber uns ist auch bekan­nt, dass bish­er keine Partei ein 1,5°-konformes Wahl­pro­gramm hat!”

Matil­da Kohnen, Aktivistin bei Fri­days for Future Münster.

Wir wer­den weit­er­hin für eine gerechte 1,5°-Politik auf die Straße gehen, Druck auf Politiker*innen ausüben, fordern, dass Mün­ster bis 2030 und Deutsch­land bis 2035 kli­ma­neu­tral wer­den und dass entsprechende Maß­nah­men umge­set­zt wer­den. Wir wer­den weit­er­hin fordern, was wis­senschaftlich fundiert ist und uns sol­i­darisch hin­ter die Men­schen stellen, die schon heute am meis­ten von der Kli­makrise betrof­fen sind.”

Timo Kei­th, Aktivist bei Fri­days for Future Münster.

Mit dem Preis­geld wer­den wir weit­ere Kli­mas­treiks (bspw. Plakate, Fly­er und Bühne) finanzieren und weit­ere Pro­jek­te für eine lebenswerte und klim­agerechte Welt umsetzen.

Die näch­sten Ver­anstal­tun­gen in der For-Future-Fam­i­lie sind:

Klimaschutz ist Menschenrecht — Klimastreik am 25. Juni

Nach über 2 Jahren Kli­mas­treiks häufen sich nun Gericht­surteile zugun­sten von Klimakläger*innen: Das Bun­desver­fas­sungs­gericht verpflichtete die Bun­desregierung zur Nachbesserung des Kli­maschutzge­set­zes, ein Gericht in Den Haag den Ölkonz­ern Shell zu erhöht­en Kli­mazie­len, und die Regierung des Kohle­ex­port­lands Aus­tralien wurde dazu verpflichtet, die Men­schen vor Kli­maschä­den zu schützen. Über 1.500 weit­ere Kli­mak­la­gen sind weltweit anhängig.

Wir sehen, dass bish­er zu wenig passiert ist. Jet­zt müssen sog­ar schon Gerichte die Regierun­gen und Unternehmen zu aus­re­ichen­dem Kli­maschutz verpflicht­en! Die Urteile bestärken unsere Forderun­gen nach Klimagerechtigkeit!”

Marek Blanke von Fri­days for Future Münster

Klim­agerechtigkeit gibt es nur, wenn wir es schaf­fen, das in Paris vere­in­barte 1,5‑Grad-Ziel einzuhal­ten. Dazu müssen heute die Weichen in Unternehmen, Rathäusern und Regierun­gen für ein schnelles Ende des fos­silen Zeital­ters gestellt werden!”

Lara Zoske von Fri­days for Future Münster

Deshalb find­et der näch­ste Kli­mas­treik in Mün­ster am 25. Juni 2021 statt. Für Klim­agerechtigkeit und das Men­schen­recht auf Kli­maschutz geht Fri­days for Future drei Monate vor der Bun­destagswahl auf die Straße und zeigt, dass sie genau hin­schauen. Deutsch­land muss inner­halb der näch­sten 15 Jahre kli­ma­neu­tral wer­den, um die Erder­hitzung möglichst auf 1,5 Grad zu begren­zen und in Mün­ster muss dazu der Beschluss zur Kli­ma­neu­tral­ität bis 2030 umge­set­zt werden.

Der Kli­mas­treik am 25.06. begin­nt um 14 Uhr. Fri­days for Future Mün­ster lädt alle Men­schen aus Mün­ster und dem Umland, egal ob groß oder klein, jung oder alt, zum Kli­mas­treik ein. Geplant sind zwei Demon­stra­tionszüge: Eine Laufde­mo vom Prinzi­pal­markt durch die Innen­stadt zum Schloss­platz sowie eine Fahrrad­de­mo mit Start und Ziel Schloss­platz. Bei­de Demos starten um 14 Uhr und enden mit ein­er gemein­samen Abschlusskundge­bung am Schloss­platz. Teil­nehmende soll­ten darauf acht­en, 1,5m Abstand zu anderen Teil­nehmenden einzuhal­ten und müssen einen Mund-Nasen-Schutz tragen.

Wir gehen für Klim­agerechtigkeit auf die Straße. Ein­er­seits muss heute mehr getan wer­den, um uns als jün­gere Gen­er­a­tio­nen vor den Fol­gen der Kli­makrise zu schützen. Aber wir schließen uns auch dem Kampf der schon heute am meis­ten von der Kli­makrise betrof­fene Men­schen für eine klim­agerechte Zukun­ft an. Gemein­sam fordern wir eine lebenswerte, gerechte Welt, in der kein Men­sch auf Grund von zum Beispiel Herkun­ft, Geschlecht oder Reli­gion Ungerechtigkeit erfährt.”

Mar­lena Grab zur Moti­va­tion von Fri­days for Future

Außer­dem kön­nen sich Streik­ende und Umweltaktivist*innen schon jet­zt auf einen weit­eren großen Kli­mas­treik in Mün­ster kurz vor der Bun­destagswahl freuen. Weit­ere Infor­ma­tio­nen folgen.

Klimagerechtigkeit nur mit sofortigen Maßnahmen

Münsters verbleibendes CO2-Budget zeigt: Es muss jetzt gehandelt werden!

Damit Mün­ster einen gerecht­en Beitrag zu Ein­hal­tung des 1,5°-Ziels leis­tet, darf die Stadt auf dem Weg zur Kli­ma­neu­tral­ität ab dem 01.01.2018 nur noch 16.000 Kilo­ton­nen CO2 ausstoßen [1].

Wenn Mün­ster so wie bish­er weit­er­ma­cht und die CO2-Emis­sio­nen nur ger­ingfügig reduziert, wird dieses Bud­get schätzungsweise vor 2025 aufge­braucht sein.”

Lukas Mörchen, Aktivist bei Fri­days for Future Münster

Die Stadt Mün­ster möchte die CO2-Emis­sio­nen bis 2030 auf nahezu Null senken. Dieses Ziel muss mit sofor­ti­gen und wirkungsvollen Maß­nah­men ver­fol­gt werden.

Wir müssen jet­zt große Schritte gehen. Andern­falls wer­den wir unser­er his­torischen und glob­alen Ver­ant­wor­tung als Hauptverur­sach­er der Kli­makrise nicht gerecht. Durch das Erre­ichen unseres heuti­gen Wohl­stand erhitzt sich die Erde, Naturkatas­tro­phen wer­den immer häu­figer und Men­schen lei­den oder müssen ihre Heimat verlassen.”

Sophia Kegel, Aktivistin bei Fri­days for Future Münster 

Nicht nur kom­mu­nal, son­dern auch nation­al muss sich am verbleiben­den CO2-Bud­get ori­en­tiert wer­den. Wie ein gerechter Beitrag Deutsch­lands zur Ein­hal­tung des Paris­er Kli­maabkom­mens ausse­hen kön­nte, beschreibt die vom Wup­per­tal-Insti­tut für Kli­ma, Umwelt, Energie im Okto­ber 2020 veröf­fentlichte Studie “CO2-neu­tral bis 2035: Eck­punk­te eines deutschen Beitrags zur Ein­hal­tung der 1,5-°C‑Grenze”. Die aktuellen Kli­maziele der Bun­desregierung unter Beteili­gung der in Mün­ster erneut kan­di­dieren­den amtieren­den Umwelt­min­is­terin Sven­ja Schulze (SPD) sind laut Wissenschaftler*innen jedoch “nicht vere­in­bar mit ein­er Begren­zung der Erder­wär­mung auf 1,5 °C oder auch nur auf deut­lich unter 2 °C.”

Keine Partei hat ein Pro­gramm, mit dem Deutsch­land einen gerecht­en Beitrag zur Begren­zung der glob­alen Erder­hitzung auf 1,5°C gegenüber vorindus­triellem Niveau leis­ten würde. Das kön­nen wir angesichts der schw­er­wiegen­den Fol­gen der Kli­makrise in Deutsch­land und der ganzen Welt nicht hinnehmen.”

Lucy Büsch­er von Fri­days for Future Münster

Aus diesem Grund streiken wir am 19.03. ab 14 Uhr mit ein­er großen Fahrrad­de­mo. Es darf keine weit­eren leeren Ver­sprechen von Entscheidungsträger*innen mehr geben — wir brauchen sofor­tiges Handeln!”

[1] siehe Beant­wor­tung ein­er Ein­wohn­er­an­frage in der Ratssitzung am 11.12.2019.

Straßenausbau stoppen — Verkehrswende einleiten!

Fri­days for Future Mün­ster beobachtet mit Entset­zen, dass in Mün­ster und darüber hin­aus ungeachtet der Fol­gen für die Treib­haus­gase­mis­sio­nen, weit­er­hin Aus­bau beson­ders von Bun­des­fern­straßen im großen Stil vor­angetrieben wird. Die kür­zlich begonnenen ersten Baum­fäl­lar­beit­en zur Vor­bere­itung des sechsspuri­gen Aus­baus der A1 im Süden Mün­sters zeigen dabei die dop­pelte Schädlichkeit dieser Verkehrspoli­tik: „Es wer­den Bäume gefällt, die wir drin­gend als CO2-Spe­ich­er erhal­ten müssen, um Straße­naus­bau zu betreiben, der mehr Verkehr und mehr Emis­sio­nen erzeugt“ kri­tisiert Sophia Kegel von Fri­days for Future Mün­ster „das ist eine klimapoli­tis­che Geisterfahrt“.

Ähn­lich ver­hält es sich mit dem umstrit­te­nen Aus­bau der B51 nach Tel­gte und Waren­dorf, der zwar von den Räten der Städte Mün­ster und Tel­gte klar abgelehnt wird, mit dem die Stadtver­wal­tung und Straßen.NRW aber nach wie vor liebäugeln. Der vier­spurige, auto­bah­nar­tige Aus­bau der B51 würde neben zahlre­ichen Bäu­men auch gle­ich zwei drin­gend benötigte ökol­o­gisch sin­nvolle Verkehr­swege sabotieren: Die schnelle, direk­te Rad­verbindung von Tel­gte nach Mün­ster und den zwei­gleisi­gen Aus­bau der bish­er quälend langsamen Region­al­bahn 67 von Mün­ster nach Bielefeld.

Wenn wir unsere Kli­maziele ernst nehmen, kön­nen wir nicht weit­er Straßen für Autos auf­grund erwarteter Verkehrszu­nahme auszubauen, während für Fahrrad­straßen oder Rad­schnell­we­gen ein gewiss­es vorhan­denes Rad­verkehrsaufkom­men Voraus­set­zung ist“ so Stef­fen Lam­brecht, ein­er der Aktivis­ten von Fri­days for Future. „Wer Straßen sät, wird mehr Autoverkehr ern­ten – das weiß die Verkehr­swis­senschaft seit Jahrzehnten“.

Um diese Pro­jek­te wird es in Mün­ster beim glob­alen Kli­mas­treik am 19. März unter anderem gehen. Dazu ruft Fri­days for Future Mün­ster zu ein­er Fahrrad­de­mo auf, deren Route auch über die B51 führen soll. Beginn ist am Schloss um 14 Uhr.

Pariser Klimaabkommen und FMO sind unvereinbar!

Gemein­sam mit der Die Orts­grup­pen Fri­days for Future Osnabrück stellen wir uns hin­ter die Forderung, den Flughafen Mün­ster Osnabrück sozialverträglich abzuwickeln.

Die Ein­hal­tung des Paris­er Kli­maabkom­mens und die Begren­zung der glob­alen Erder­hitzung um 1,5°C gegenüber vorindus­triellem Niveau sind nicht mit einem teuren Region­alflughafen wie dem FMO vereinbar!

Die Kli­makrise und Bio­di­ver­sität­skrise haben unge­heuer­liche Fol­gen. Deshalb müssen die FMO-Anteil­skom­munen jet­zt han­deln, anstatt weit­er­hin schöne Kli­maziele zu set­zen und im konkreten Kli­makiller, wie den FMO, weit­er­hin zu subventionieren!

Die Coro­na-Krise sollte jet­zt Anlass sein, dass sich alle Anteil­skom­munen endlich zusam­men­tun, um die sozialverträgliche Abwick­lung des Flughafens und die Entwick­lung von kli­mafre­undlichen und zukun­fts­fähi­gen Alter­na­tiv­en anzuge­hen. Alles andere ist ökonomis­ch­er und ökol­o­gis­ch­er Wahnsinn.

Politik der Illusionen

Fri­days for Future Osnabrück wirft der CDU Osnabrück “Eine Poli­tik der Illu­sio­nen” vor. Diese meinte, am FMO wür­den 3.000 Arbeit­splätze sowie mehrere Mil­lionene Euro regionale Wertschöp­fung und Steuer­aufkom­men hän­gen. Am FMO direkt sind jedoch ger­ade ein­mal 165 Men­schen beschäftig und etwa 350 im Bere­ich Zoll und Polizei. Die Zahl 3.000 ist vol­lkom­men aus der Luft gegriffen.

Auch in Mün­ster scheint eine Mehrheit des Rates weit­er­hin hin­ter dem kli­maschädlichen Region­alflughafen zu stehen.

Dass die neue Koali­tion in Mün­ster sich nicht klar zur Unvere­in­barkeit von Bezuschus­sung des Region­alflughafens und Kli­maschutz äußert ist ent­täuschend. Wenn Grüne, SPD und Volt ihre Klimapoli­tik ernst meinen, müssen sie die sozialverträgliche Abwick­lung des FMO angehen!”

Stephanie Gebauer von Fri­days for Future Münster

Dass der Flughafen sich für die Region Mün­ster Osnabrück “ren­tieren” solle ist jedoch aus der Luft gegrif­f­en! Die Bilanzver­luste waren über die let­zten Jahre meist im zweis­tel­li­gen Mil­lio­nen­bere­ich. Weit­er­hin wer­den die hohen Verbindlichkeit­en auch zunehmend aus der Tasche der Gesellschafter*innen bezahlt, sprich der Steuerzahler, da pri­vate Kred­itin­sti­tute anscheinend nicht mehr dazu bere­it sind einem dauer­haft insol­ven­ten Flughafen weit­er­hin Kred­ite zu geben. Der Steuerzahler wird aber weit­er­hin belangt und zahlt die Schulden des FMOs nach und nach ab, während dieser weit­er­hin Ver­luste in Mil­lio­nen­höhe ver­bucht. Dieser Anteil der Schulden, die der FMO beim Steuerzahler hat, soll am Mittwoch den 10.02.2020 um weit­ere 10 Mil­lio­nen Euro erhöht wer­den. Das wäre eine Finanzspritze ohne eine Chance, das Geld jemals wieder zu sehen.

Der Beschluss des Rates schiebt das Prob­lem der Schließung des FMO nur weit­er­hin hin­aus, er ist sowohl umwelt­tech­nisch als auch rein wirtschaftlich katas­trophal für die Region! Deshalb wer­den die Orts­grup­pen von Fri­days for Future Mün­ster und Osnabrück gegen diese Beschlüsse protestieren und die Ratsmit­glieder an Ihre Ver­ant­wor­tung in der Kli­makrise erinnern.

FMO Sozialverträglich schließen

Es wird höch­ste Zeit, dass ange­fan­gen wird ern­sthaft über eine sozialverträgliche Schließung des FMO zu disku­tieren, die los­gelöst von her­auf­beschwore­nen Schreck­ge­spen­stern wie “Arbeit­splatzver­lust” oder “Wirtschaftlichen Ein­bußen” statt find­en muss! Es geht hier um die Zukun­ft unser­er Umwelt aber auch um wirtschaftliche Rationalität!”

Simon Ohme von Fri­days for Future Osnabrück

Die Schließung des FMO muss sozial verträglich und unter Beteili­gung der Beschäftigten gestal­tet wer­den. Für die dort Beschäftigten müssen also Alter­na­tiv­en gefun­den wer­den, beispiel­sweise mit­tels Investi­tio­nen in die Mobil­itätswende und durch Weit­erqual­i­fika­tion und Umschu­lung der Beschäftigten. Außer­dem muss eine ökol­o­gisch und ökonomisch sin­nvolle Nach­nutzung des Flughafens gefun­den wer­den. Sowohl für Gebäude als auch Gelände gibt es bere­its Ideen zur Neunutzung, die die Sci­en­tists for Future Mün­ster aus­gear­beit­et haben. Es ist wichtig, dass das Gelände des Flughafens Mün­ster Osnabrück nicht weit­er­hin für kli­maschädlich­es Wirtschaften genutzt wird, son­dern an neue nach­haltige zukun­fts­fähige Mod­elle gedacht wer­den, die los­gelöst von einem “Pres­tigegedanken” erörtert wer­den müssen.

Streiken wirkt — Freude über die neue Koalition

Nach let­zten Diskus­sio­nen und Nachver­hand­lun­gen haben die Ratsvertreter*innen von SPD, Volt und den Grü­nen dem Koali­tionsver­trag nun zuges­timmt. Geben die Parteim­it­glieder am Don­ner­stag grünes Licht, dann ist es offiziell: die neue Koali­tion des Mün­ster­an­er Stad­trates ist Grün-Rot-Vio­lett.  Fri­days for Future Mün­ster zeigt sich über die Eini­gung der drei Parteien sehr erfreut: „Die näch­sten fünf Jahre sind entschei­dend für die Klimapoli­tik in Mün­ster. Die Weichen für ein kli­ma­neu­trales Mün­ster bis 2030 müssen jet­zt schnell­st­möglich gestellt wer­den. Wir erwarten von dieser neuen Koali­tion deut­lich kli­mafre­undlichere Poli­tik als bish­er.” so Marek Blanke, Mitor­gan­isator der Bewegung.

Auch Mar­lena Grab, eben­falls Mit­glied des Organ­i­sa­tion­steams, freut sich über den frischen Wind im Stad­trat: „Die Maß­nah­men und Ziele die sich im Koali­tionsver­trag zum Kli­maschutz find­en, set­zen die Rah­menbe­din­gun­gen für einen Par­a­dig­men­wech­sel in der aktuellen Ratspe­ri­ode. Wir sehen das als Bestä­ti­gung dafür, dass unsere Kli­mas­treiks zu ein­er gestiege­nen Aufmerk­samkeit für Klimapoli­tik und zu anderen Wahlergeb­nis­sen führen. Umso entschlossen­er und motiviert­er sind wir jet­zt, auch in diesem Jahr weit­er für Klim­agerechtigkeit einzuste­hen, damit Mün­ster und Deutsch­land das Paris­er Kli­maabkom­men einhalten.“

Erst kür­zlich hat­te die Orts­gruppe angekündigt, sich am 19.3. mit ein­er Aktion am näch­sten glob­alen Kli­mas­treik zu beteili­gen. Wie genau diese ausse­hen soll, lassen die Aktivist*innen aber noch offen: „Als eine wis­senschaft­sori­en­tierte Bewe­gung wer­den wir es von den aktuellen Infek­tion­szahlen und dem Ver­lauf der Coro­na-Pan­demie abhängig machen, wie wir unseren Protest zum Aus­druck brin­gen.“ sagt Aktivist Paul Opper­mann. Und er merkt auch an: „Wir wer­den die Mit­glieder der Koali­tion an ihren Tat­en und nicht an ihren Ver­sprechen messen und ihre Arbeit der kom­menden Jahre aufmerk­sam begleit­en. Es gilt nun, entschlossen zu han­deln und den Mut zu haben, neue Wege zu gehen und alte, obso­lete Gewohn­heit­en abzule­gen. Nur so lässt sich echter Kli­maschutz umset­zen. Für diesen Prozess wün­schen wir den drei Parteien alles Gute!“