Klimastreik am 19.03.

Mehr als fünf Jahre nach­dem sich die Welt­ge­mein­schaft mit dem Paris­er Kli­maabkom­men auf die Begren­zung der glob­alen Kli­maer­hitzung auf 1,5°C geeinigt hat, sind wir weit ent­fer­nt von einem Pfad, der zur Ein­hal­tung dieser unverzicht­baren Ziele führt. Klimapoli­tis­che Ver­sprechen stellen sich meist als leer, nationale Kli­maziele als nicht aus­re­ichend zur Ein­hal­tung der Paris­er Kli­maziele her­aus. Und es fehlt weit­er­hin an konkreten Beschlüssen, die auch zu ein­er Umset­zung der Ziele führen — kurz: Wir laufen weit­er sehen­den Auges in eine kaum gebrem­ste Klimakatastrophe!

Und die ist keineswegs eine ferne Zukun­ft, son­dern ihre Vor­boten tre­f­fen uns und beson­ders Men­schen in anderen Teilen der Welt seit Jahren immer heftiger — Wald­brände, Hur­ri­canes, Dür­ren, Hitzewellen, Über­schwem­mungen, Käl­teein­brüche usw. nehmen immer bedrohlichere Aus­maße an.

Umso wichtiger ist es, dass wir deut­lich machen — so darf es nicht weit­erge­hen!
Am 19.03. streiken wir, denn wir brauchen endlich konkrete, kurzfristige, Paris-kon­forme und mit Maß­nah­men unter­füt­terte Kli­maziele auf allen Ebe­nen der Poli­tik! #NoMoreEmp­tyPromis­es

Wenn es so weit­erge­ht wie bish­er, hat Deutsch­land sein CO2-Emis­sions­bud­get in 7 Jahren aufge­braucht. Das heißt: im Super­wahl­jahr 2021 wer­den Par­la­mente neu gewählt, die zu den let­zten gehören, die mit ihren Entschei­dun­gen noch Deutsch­lands Ein­hal­tung der Paris­er Kli­maziele bewirken kön­nen. Bish­er tritt keine Partei irgend­wo mit einem Pro­gramm an, dass das wirk­lich erre­ichen kön­nte! Darum ist es dieses Jahr wichtiger denn je, die Forderung nach Klim­agerechtigkeit auf die Straße, in die Öffentlichkeit und damit in die Köpfe zu bringen!

Nach­dem wir im Zuge der Kom­mu­nal­wahlen let­ztes Jahr sehr viel die lokale Poli­tik im Blick hat­ten, ist 2021 vor allem Bun­de­spoli­tik im Fokus: beson­ders im Bere­ich Verkehr sehen wir hier weit­er ver­ant­wor­tungslose Autopoli­tik. Der sechsspurige Aus­bau der A1, für den ger­ade die Baum­fäl­lar­beit­en begonnen haben und der auto­bah­nar­tige Aus­bau der B51 sind Zom­bies ein­er Verkehrs­pla­nung aus der Mitte des 20. Jahrhun­derts! Die B51, die gegen den erk­lärten Willen der Städte Mün­ster und Tel­gte aus­ge­baut wird, wollen wir am 19.3. im Rah­men des glob­alen Kli­mas­treiks mit Fahrrädern erobern! Lasst uns gemein­sam klar machen: wir wollen Klim­agerechtigkeit und keine Stad­tau­to­bah­nen!
Wir tre­f­fen uns…

  • am Fre­itag, den 19.03.2021
  • um 14 Uhr
  • mit Fahrrad, befes­tigtem Demoschild, Abstand und Mund-Nasen­schutz (Empfehlung: FFP2-Maske)
  • am Schloss

…zur Auf­tak­tkundge­bung und fahren dann als Fahrrad­de­mo durch die Stadt und über die B51.

Coro­na-Dis­claimer: Da die Pan­demie kurzfristige Planän­derun­gen erfordern kann, haben wir auch einen Plan B, falls eine Demon­stra­tion in Präsenz auch mit Hygien­ekonzept nicht ver­ant­wort­bar sein sollte. Wichtig: Euer Demoschild wird es in jedem Fall auf die Straße und in die Öffentlichkeit schaffen!